Proktoskopie (Enddarmuntersuchung)

Bei einer Enddarmuntersuchung kann man den Analkanal und die letzten ca. 15 cm des Dickdarms untersuchen und krankhafte Veränderungen behandeln. Die Untersuchung wird mit einem Endoskop durchgeführt, durch dessen Optik der Arzt in den Enddarm sehen kann.
Ein solches Instrument wird Rekto- oder Proktoskop genannt.
Vor dieser Untersuchung bekommen Sie von ihrem Arzt noch einen Stuhltest (Haemofec), den Sie vor dem Termin in der Praxis wieder abgeben sollen (siehe hierzu Punkt Stuhltest - Haemofec).
In unserer Praxis wird die Proktoskopie nach Terminvereinbarung von Herrn Gaudzinski durchgeführt.

Wann eine Proktoskopie durchgeführt wird
Sie wird bei Erkrankungen und Störungen des Enddarms wie z.B.:

  • Entzündungen
  • Blutungen oder Schleimabsonderungen
  • Hämorrhoiden
  • Problemen beim Stuhlgang

Durch das Erkennen dieser Krankheitssymptome können gezielte Untersuchungen und Behandlungen eingeleitet werden.
Bei allen Patienten ab 45 Jahren wird eine weitere Untersuchung - die Coloskopie - als eine Vorsorgeuntersuchung von den Krankenkassen angeboten. Diese wird von einem Facharzt für die Innere Medizin oder einen Gastroenterologen durchgeführt.
Wenn sie zu diesem Thema noch weitere Fragen haben, wenden sie sich doch bitte an unser Praxisteam.

 

So wird eine Proktoskopie durchgeführt

Die Proktoskopie dauert ca. 15-20 Minuten.

Während der Untersuchung liegen Sie auf der linken Körperseite mit dem Rücken zum Arzt gewandt. Auf dem Aftereingang und dem Proktoskop wird Gleitgel zum leichteren Einführen des Instrumentes aufgetragen.
Die Untersuchung verursacht keine Schmerzen und Sie müssen nicht nüchtern sein oder größere Abführmaßnahmen durchführen.
Sie können nach der Untersuchung wieder selbstständig mit dem Auto fahren.

 

Tipps für die Vorbereitung zur Untersuchung

  • Geben Sie die Stuhluntersuchung vor der Proktoskopie ab, damit dieser noch vorher untersucht werden kann und der Arzt Ihnen das Ergebnis bei der Untersuchung mitteilen kann.
  • Sie sollten möglichst vor der Untersuchung noch einen Stuhlgang gehabt haben, damit dem Arzt die Sicht nicht erschwert wird.
  • Blutungsneigung, Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten und Allergien sollten dem Arzt vor der Untersuchung mitgeteilt werden!
 

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